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Eine heiße musikalische Reise – Konzertreise der Chorakademie des Fränkischen Sängerbundes

Verlockt von dem Dreiklang Sonne, Süden, Singen meldeten sich 132 Menschen, Sänger und Sängerinnen des FSB samt Begleitpersonen, zur 6. Chorreise der Chorakademie an, die über Innsbruck nach Italien führte. Drei Busse starteten an verschiedenen Orte Mittelfrankens, lasen auf dem Weg drei Münchner Sängerinnen auf, in Innsbruck – unserem ersten Aufenthalt – stießen sogar noch vier Sängerinnen aus dem Jesuitenchor dazu. 

Eine spannende Stadtführung sowie eine Führung durch das Haus der Musik durch die Professorin Dr. Heike Henning, Mitglied im Musikausschuss des FSB, brachten uns Innsbruck nahe. In dieser Zweigstelle des Mozarteums, das mit seiner durchdachten sich zur Stadt öffnenden Architektur besticht, sind alle bedeutenden Musikinstitutionen Tirols vertreten. Das Haus versteht sich mit seinen Konzertsälen als ein Haus der Begegnung und beinhaltet auch ein chorpädagogisches Zentrum. In Innsbruck wartete auch schon eine weitere musikalische Begegnung auf uns: Nach einem Konzert in der Kirche Maria am Gestade, souverän begleitet von „unserer“ jungen Pianistin Corinna Bonotto und aufgelockert durch Orgelimprovisationen von Dr. Gerald Fink, dem Leiter des Reisechores, erfreute uns eine Abordnung des Männerchores vom Sängerbund Hötting mit einem volkstümlichen Jodler.

Unser Ziel in Italien war Abano Terme – was sich angesichts der heißen Außentemperaturen von nahezu 40 Grad nicht mehr so verlockend anfühlte. Doch stellte sich heraus, dass das Thermalwasser in den Pausen oder am Feierabend eine sehr entspannende Wirkung hatte und die Hitze sogar etwas besser ertragen ließ.

Interessante Eindrücke von der Region Venetien brachten uns Ausflüge nach Chioggia, bekannt als „Klein Venedig“, mit seinen historischen Kanälen, Brücken und bunten Fischerbooten und in die lieblichen Euganeischen Hügel, ein Gebirge vulkanischen Ursprungs, woher auch der einzige patentierte Fango Europas stammt. Außerdem gab es an unserem letzten Tag eine Führung durch die schöne Stadt Padua, Stadt der Arkaden und des heiligen Antonius. 1222 entstand hier eine der ersten Universitäten Europas,…, und die erste Frau der Welt erhielt hier ihren Doktortitel.

Unsere Konzerte in Italien bleiben besonders durch die damit verbundenen Begegnungen in Erinnerung. Auch war Dr. Gerald Fink an allen Orten engagierter Botschafter des Gedankens der Chorakademie. 

In der Wallfahrtskirche Santuario Madonna della Saluta in Monteortone gab es ein Doppelkonzert: Nach unserem Reisechor trat die „Capella Musicale della Beata Vergine“ Padua auf, mit der wir zum Abschluss gemeinsam „Signore delle Cime“ sangen und bei einem Imbiss im Pfarrsaal noch Gelegenheit zum Austausch hatten.

Im Parco Urbano Termale durften wir nach dem stimmlich beeindruckenden, preisgekrönten Chor L´amoroso canto auftreten. Verbindend waren anschließend spontan angestimmte gemeinsame Lieder, teilweise in einer deutsch-italienischen Mischung gesungen, und ein gemeinsames Buffet im nächtlichen Park.

Unser letztes Konzert fand in der Basilika der heiligen Justina in Padua im Anschluss an die Messe statt. Berührend war, wie sehr sich der Priester Pater Filippo Resta, der an diesem Tage 86 Jahre alt wurde, über unseren Gesang zu seinen Ehren freute und dass er Dr.Gerald Fink und den Chor segnete.

Über das Lob von Gerald Fink, dass der gemeinsame Chorgesang sehr klar und homogen geworden sei, freuten sich die Sänger*innen aus 20 verschiedenen fränkischen und Oberpfälzer Chören– denn vor der Reise hatte es nur vier gemeinsame Proben gegeben. Sicher ein Ansporn, das nächste Mal wieder dabei zu sein – egal wie heiß oder kalt …!

Birgit Besold