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Aktuelles

Bericht der Jahreshauptversammlung 2020

By 4. November 2020No Comments

Förderverein Chorakademie des FSB im Benediktinerkloster Weißenohe hielt Jahreshauptversammlung

Mit Berichten des Vorstandes über das laufende Geschäftsjahr 2019/2020 wurden die anwesenden Mitglieder in der Lillachtal-Halle von Weißenohe über den aktuellen Stand des Vereins und der Planungen für die Errichtung des Chorzentrums Kloster Weißenohe informiert. 1. Vorsitzender Eduard Nöth begrüßte neben den Mitglieder v.a. Frau MdB Dr. Silke Launert, den Vorsitzenden des Sängerkreises Erlangen/Forchheim Norbert Mischke, den Ehrenpräsidenten des Fränkischen Sängerbundes Peter Jacobi, das neue Vorstandsmitglied für die Öffentlichkeitsarbeit Dietlinde Peter, Bgm. Rudolf Braun den Bürgermeister der Nachbargemeinde Igensdorf Edmund Ulm und hob in seinem Bericht zunächst die erfreuliche Mitgliederentwicklung hervor, die seit der letzten JHV von 318 auf 348 anstieg.

Erfreut gab Nöth zur Kenntnis, dass zum heutigen Tag der 1. Vizepräsident des Bayerischen Landtags Karl Freller, der Chef der Beratungsfima CIMA Roland Wölfel und die Frau des Kreischorleiters Ralf Schuband aus dem Sängerkreis Fürth, Frau Sabine Schuband ihren Beitritt erklärten. Mit dem Beitritt der Gemeinden Pinzberg und Leutenbach unterstützen nunmehr 25 der 29 Landkreiskommunen den Förderverein und somit das überregional bedeutsame Kulturprojekt. Desweiteren sind eine Reihe von Chören und ChorleiterInnen beigetreten. Aus der politischen Szene begrüßte Eduard Nöth die Beitritte von MdB Lisa Badum, des 1. Bgm. von Igensdorf Edmund Ulm, des 2. Bgm. von Weißenohe Marc-Andre Schuhmann und des früheren Kreisrats Hans Schorr. Aus dem Bereich Wirtschaft sind das Ehepaar Heinrich und Sigi Hübschmann aus Ebermannstadt und das Ehepaar Dr. Thomas und Viola Korneli aus Forchheim dem Förderverein beigetreten. Kaplan Florian Sassik, gebürtiger Weißenoher, bekannte sich klar zur Zukunft des Klosters Weißenohe.

Eduard Nöth dankte allen Mitgliedern für ihre Treue und finanzielle Unterstützung teilwesie über 11 Jahre hinweg. Derzeit generiert der Förderverein ein jährliches Beitragsvolumen von ca. 26.000 Euro, Ziel ist es, bis zum Eröffnungstermin des Chorzentrums die 30.000 Euro – Marke zu erreichen. Nöth erinnerte in seinem Bericht auch an das rege Bemühen, eine Lösung für das bestandene Finanzierungsdefizit von 2,7 Mio Euro zu finden. Dies gelang durch den Einsatz der beiden Forchheimer Abgeordneten Michael Hofmann und Thorsten Glauber, die die Übernahme von 2 Mio Euro aus den Fraktionsreserven von CSU und FW sicherstellen konnten. Neben einem ausdrücklichen Dank an die Landespolitik richtete der Vorsitzende auch einen herzlichen Dank an den Bezirkstag von Oberfranken und an den Kreistag Forchheim, die durch Beschlüsse dauerhaft ab Inbetriebnahme je 20.000 Euro für den lfd. Betrieb beisteuern. Schließlich dankte Eduard Nöth Bgm. Rudolf Braun und dem Gemeinderat Weißenohe für alle bisher einstimmig ergangenen Beschlüsse zur Unterstützung dieses Projekts. Demnach wird die Gemeinde Kofinanzierungen beim Bau in Höhe von über 2 Mio erbringen.

Bürgermeister Rudolf Braun erinnerte in seinem Grußwort an den Termin mit der Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz am 4.8.20 in Forchheim, bei dem Anforderungen formuliert wurden, die aktuell abgearbeitet werden, aber notwendig sind, um aus Bayreuth und Bonn „Grünes Licht“ für den Baubeginn zu erhalten. So gehe es zum einen um eine Vereinbarung zwischen der Gemeinde und der Bauherren- und Betreiber-gGmbH zur Sicherung des öffentlichen, gemeinbedarflichen Zwecks und des dauerhaften Betriebs. Diese Vereinbarung liege im Entwurf vor, so Braun. Desweiteren war darzulegen, dass durch das Chorzentrum keine Konkurrenz zu bestehenden Musikakademien geschaffen wird. Dies hat der künstlerische Leiter Dr. Gerald Fink zwischenzeitlich ausführlich begründet. Eine weitere Forderung war die unbefristete Zusage des Landkreises und des Bezirks Oberfranken für ihre Unterstützung des laufenden Betriebs. Schließlich, so Braun, werde in den nächsten Tagen noch eine verbindliche Durchfinanzierungsbestätigung der Hausbank erwartet. Die Hausaufgaben wären also soweit erledigt.

Der Projektsteuerer des Bauherrn Dieter Christoph erwähnte in seinem Beitrag neben einer Aufzählung der vielen Termine und Gespräche auch noch, dass es durch eine anwaltschaftliche Beratung gelungen sei, das Bauministerium davon zu überzeugen, die Baumaßnahme unter Beachtung förder- und beihilferechtlicher Vorgaben neu zu ‚bewerten. Das führte schließlich dazu, dass das Chorzentrum Kloster Weißenohe als Gemeinbedarfseinrichtung anzusehen ist und somit auch der Bettenneubau gefördert wird. Der Finanzbericht des Schatzmeisters Herbert Meier zeigte erfreuliche Zahlen. Der Verein wird bis Baubeginn den geforderten Eigenmittel von 230.000 Euro und die Stützung des laufenden Betriebs mit jährlich 25.000 Euro erbringen können. Mit Stolz konnte Herbert Meier auch auf den steten Aufwuchs der gegründeten Stiftung Chorakademie verweisen. Meier zeigt sich hoffnungsvoll, dass noch in diesem Jahr die 200.000 Eure Grenze erreicht wird. Kassenprüfer Alfons Trautner bestätigte die Korrektheit des Kassenberichts und der geprüften Unterlagen Er ermutigte mit einer Erweiterung der benediktinischen Grundregel „ora et labor et canta“ ( bete, arbeite und singe) die Verantwortlichen das begonnene Werk zu Ende zu führen und beantragte die Entlastung der Vorstandschaft.

Die Bundestagsabgeordnete Silke Launert, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins und verantwortlich für die Beschaffung einer Bundeskulturförderung in Höhe von 5,3 Mio Euro, dankte in ihrem Grußwort dem Vorstand dafür, dass er sich trotz vieler Tiefschläge nie habe entmutigen lassen, sondern seinen geradlinigen Weg, immer das Ziel vor Augen, nie verlassen habe. Ebenso beeindruckt zeigte sich der künstlerische Leiter des Chorzentrum Dr. Gerald Fink über die geduldige und findige Arbeit, die jeder aus dem Vorstand an seinem Ort bisher erbrachte. So etwas habe er bei den uns entgegenschlagenden Widerständen über die Jahre hinweg noch nicht erlebt. Er schlug vor, sich bereits jetzt intensiver mit Fragen der künftigen Organisation des Chorzentrums , des Personals, des konkreten Veranstaltungsangebots und der möglichen Kooperationen zu befassen, damit wir zur gegebenen Zeit gerüstet sind.

Im letzten Tagesordnungspunkt ging es um eine Veränderung des Stammkapitals an der gemeinnützigen GmbH , die ja als Bauherr und späterer Betreiber agieren wird. Den Änderungsvorschlag des Vorstandes trug der Geschäftsführer der gGmbH Herbert Meier vor. Demnach soll der Förderverein von seinem 40%-gen Anteil 25% an die Gemeinde verkaufen, die dann 45 % des Stammkapitals besäße. 32% hält nachwievor der Fränkische Sängerbund und 8% die Chorjugend des FSB, 15% verblieben beim Förderverein. Mit dem Beschluß, so Meier, käme man einer Bitte der Regierung nach, die in einer stärkeren Beteiligung der Gemeinde gerade für die erforderliche Fremdfinanzierung und deren Konditionen größere Spielräume sieht. Der Antrag wurde einstimmig so beschlossen. Der Verkaufserlös dieser Anteile in Höhe von 6.750 Euro, wird dem Vermögen der Stiftung Chorakademie zugeführt.

Überzeugt von der Richtigkeit und Bedeutung des Chorzentrums Kloster Weißenohe für das Chorwesen, aber auch für den Landkreis Forchheim und Oberfranken appellierte Eduard Nöth an die Mitglieder, sich weiter für den Förderverein und das geplante Ziel zu engagieren. “Wir möchten, dass in Bälde in Bayreuth die Ampel auf „Grün“ wechselt und wir in 2021 den ersten Spatenstich vornehmen können.”